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Deutsche Meisterschaft der mU14 in Mülheim – Ein Wochenende als Hockeyschiedsrichter

Henning Farren für die DHB-Jugend im Einsatz

21. January 2026

Die Anreise erfolgte am Freitagabend. Im Hotel angekommen, stand direkt das gemeinsame Briefing auf dem Plan. Dabei werden organisatorische Punkte, die Spielansetzungen und generell wichtige Themen besprochen. Eine gute Gelegenheit, sich auf das Turnier einzustimmen. Besonders nett ist es immer wieder bekannte Gesichter zu sehen. Meine Kollegen kamen aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands, unter anderem aus Aachen, Chemnitz und Hamburg. Gerade der Austausch mit Schiedsrichtern aus anderen Landesverbänden ist immer sehr schön, weil man unterschiedliche Erlebnisse und Erfahrungen miteinander teilen kann.

Der Samstag startete früh mit einem gemeinsamen Frühstück im Hotel, bevor es zur Anlage ging. Dort begrüßten wir die Turnierleitung, die uns das ganze Wochenende über unterstützt, sei es bei organisatorischen Fragen oder direkt am Spielfeldrand. Im ersten Halbfinale war ich zunächst als Reserve-Schiedsrichter eingeteilt. Das bedeutete, dass ich beim anschließenden Shootout als dritter Schiedsrichter mit auf dem Platz stand. 

Im zweiten Halbfinale durfte ich dann selbst pfeifen. Gerade bei solchen Spielen ist die Abstimmung mit dem Kollegen entscheidend, vor allem wenn man vorher noch nicht oft miteinander auf dem Platz gestanden hat. Kommunikation, Vertrauen und ein gemeinsames Verständnis für das Spiel sind die Basis für eine gute Leitung.

Nach den Spielen ging es zurück ins Hotel, bevor wir uns am Abend zu einem kleinen Ausflug nach Düsseldorf aufmachten. Dort stand Bowling auf dem Programm. Solche Aktivitäten sind eine willkommene Abwechslung nach einem intensiven Turniertag. Es tut auch manchmal gut etwas gemeinsam zu unternehmen, das nichts mit Hockey zu tun hat. Nach dem Abendessen ging es dann zurück ins Hotel, um für den nächsten Tag ausgeruht zu sein.

Am Sonntagmorgen hieß es dann wieder: Aufstehen, frühstücken, Ansetzungen checken. Diese werden meist abends oder morgens bekannt gegeben und hängen natürlich auch von der eigenen Leistung am Vortag ab. Das sorgt immer für eine gewisse Spannung, aber auch Motivation. Über das ganze Wochenende hinweg begleitet uns ein erfahrener Beobachter, der die Ansetzungen festlegt, uns Feedback gibt und uns unterstützt und hilft, die eigene Leistung einzuordnen und weiterzuentwickeln.

Ich durfte an diesem Tag das Finale pfeifen. Natürlich ist da eine gewisse Anspannung dabei, ein Finale ist schließlich etwas Besonderes. Beide Teams sind hochmotiviert, die Emotionen kochen oft hoch, und das macht die Aufgabe nicht leichter. Gleichzeitig ist es aber auch ein großartiges Gefühl, für diese Aufgabe ausgewählt zu werden. Mit Ruhe, Konzentration und Routine versuche ich, mich bestmöglich auf das Spiel einzustellen und meinen Teil dazu beizutragen, dass das Finale fair und auf sportlich hohem Niveau verläuft.

Nach der Siegerehrung war das Turnier offiziell beendet. Doch ganz vorbei ist eine Deutsche Meisterschaft für uns Schiedsrichter damit noch nicht: In den Tagen danach schauen wir uns häufig noch einmal die Videoaufnahmen und Livestreams an, um einzelne Situationen zu reflektieren. Auch das Feedback des Beobachters hilft, aus dem Wochenende zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Erst dann fühlt es sich wirklich abgeschlossen an.

Deutsche Meisterschaften sind immer großartige Ereignisse, auch für uns Schiedsrichter. Sportlich anspruchsvoll, organisatorisch top und immer eine neue Erfahrung. Solche Turniere zeigen immer wieder, wie vielseitig und spannend das Schiedsrichterwesen im Hockey ist. Man trägt Verantwortung, wächst an seinen Aufgaben und lernt ständig dazu und genau das macht diese Tätigkeit so besonders.

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