Regionalliga West 2025/2026
Spitzenspiele und Kellerkampf prägen den Regionalliga-Spieltag
28. April 2026
Der Feldspieltag in der Regionalliga West setzte bei Herren und Damen gleichermaßen starke Akzente: Während Blau-Weiß Köln mit dem Sieg im Topspiel gegen Aachen einen großen Schritt Richtung Meisterschaft macht, bleibt bei den Damen das Aufstiegsrennen ein packender Dreikampf. Dortmund zieht nach Punkten mit Düsseldorf gleich, Bergisch Gladbach bleibt in Schlagdistanz. Gleichzeitig spitzt sich auch der Kampf um den Klassenerhalt in beiden Ligen weiter zu – sowohl an der Spitze als auch im Tabellenkeller ist die Spannung damit voll entfacht.
Blau Weiß Köln Herren gewinnen Spitzenspiel
Der Spieltag hatte es in sich – oben wie unten in der Tabelle wurden klare Zeichen gesetzt.
Im mit Spannung erwarteten Spitzenspiel ließ Blau-Weiß Köln keine Zweifel an der eigenen Vormachtstellung aufkommen. Beim Tabellenzweiten Aachener HC setzten sich die Kölner souverän mit 3:1 (2:0) durch und untermauerten eindrucksvoll ihre Titelambitionen. Von Beginn an zeigte der Spitzenreiter eine abgeklärte Vorstellung, ging früh in Führung und kontrollierte die Partie über weite Strecken. Aachen fand zwar nach dem Seitenwechsel kurzzeitig zurück ins Spiel, doch Köln hatte stets die passende Antwort parat. Mit diesem Erfolg bauen die Domstädter ihren Vorsprung auf nun satte neun Punkte aus – ein komfortables Polster bei noch sechs ausstehenden Spielen, das bereits wie eine Vorentscheidung im Titelrennen wirkt.
Doch nicht nur an der Spitze ging es heiß her. Im Tabellenkeller meldete sich der Oberhausener THC eindrucksvoll zurück. In einem torreichen und umkämpften Duell rang man den HC Essen mit 4:3 (3:2) nieder. Oberhausen zeigte dabei Moral und Offensivdrang, belohnte sich für einen couragierten Auftritt und schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt nun nur noch drei Punkte – der Kampf um den Klassenerhalt ist wieder völlig offen.
In den weiteren Begegnungen des Spieltags setzte sich Uhlenhorst Mülheim II knapp mit 1:0 (0:0) gegen den Crefelder HTC II durch. In einer lange ausgeglichenen Partie entschied letztlich ein einzelner Treffer die Begegnung zugunsten der Gastgeber. Deutlicher ging es in Bergisch Gladbach zu: Die Hausherren bezwangen den Kahlenberger HTC mit 5:2 (3:1) und überzeugten vor allem durch eine starke erste Halbzeit, in der früh die Weichen auf Sieg gestellt wurden.
Ein Spieltag, der sowohl im Aufsteigsrennen als auch im Tabellenkeller klare Akzente setzt – und die Spannung für die kommenden Wochen weiter anheizt.
Aachener HC-BW Köln 1:3 (0:2)
SR: P.Hesselmann|C.Adler
Oberhausener THC-HC Essen 4:3 (3:2)
SR: D.Fülling|P.Friebe
Uhlenhorst Mülheim II-Crefelder HTC II 1:0 (0:0)
SR: C.Eichborn|D.Fülling
Bergisch Gladbach-Kahlenberger HTC 5:2 (3:1)
SR: C.Rettinghausen|V.Sachenko
Spannung um den Aufstieg
Der Spieltag bringt Bewegung in beide Tabellenhälften – und lässt sowohl im Aufstiegsrennen als auch im Keller keine Langeweile aufkommen.
An der Spitze spitzt sich die Lage weiter zu: Der Dreikampf um den Aufstieg ist in vollem Gange. Eintracht Dortmund nutzte den kleinen Ausrutscher des Düsseldorfer SC 99 eiskalt aus und zog durch einen knappen, aber verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den Crefelder THC nach Punkten gleich. In einer umkämpften Partie bewiesen die Dortmunder Geduld und sicherten sich mit einem entscheidenden Treffer im zweiten Durchgang drei enorm wichtige Zähler.
Der Düsseldorfer SC 99 hingegen musste sich im Heimspiel gegen den HC Essen 99 mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Nach einer starken ersten Hälfte und der verdienten Führung verpassten es die Gastgeber, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen – und wurden dafür im zweiten Abschnitt bestraft. Ein Ergebnis, das im engen Aufstiegsrennen durchaus als Rückschlag zu werten ist.
Ebenfalls im Fokus: Bergisch Gladbach, das als dritter Anwärter weiter in Lauerstellung bleibt. Doch beim torlosen 0:0 (0:0) gegen RW Köln ließen die Gladbacher wichtige Punkte liegen. Trotz spielerischer Überlegenheit fehlte es an Durchschlagskraft im Abschluss. Damit bleibt man drei Punkte hinter dem Spitzenduo zurück, hat aber weiterhin alle Chancen im Aufstiegsrennen.
Ein echtes Ausrufezeichen setzte der Düsseldorfer HC mit einem deutlichen 4:0 (0:0)-Auswärtssieg beim THC Münster. Nach einer zunächst zähen ersten Halbzeit drehte der DHC im zweiten Durchgang auf und zeigte seine Offensivqualitäten eindrucksvoll.
Auch im Tabellenkeller bleibt es hochspannend: Die letzten vier Mannschaften trennen lediglich vier Punkte – jeder Zähler kann hier entscheidend sein. Der Kampf um den Klassenerhalt entwickelt sich damit zu einem nervenaufreibenden Rennen, das wohl erst am letzten Spieltag entschieden wird.
Ein Spieltag, der die Spannung in der Liga weiter anheizt – oben wie unten ist noch alles offen.
THC Münster-Düsseldorfer HC 0:4 (0:0)
SR: B.Hetzel|A.Thill
Düsseldorfer SC-HC Essen 99 1:1 (1:0)
SR: A.Thill|U.Kamla
Eintracht Dortmund-Crefelder THC 1:0 (0:0)
SR: N.Zibuschka|B.Hetzel
Bergisch Gladbach-RW Köln 0:0 (0:0)
SR: N.Wicke|J.Heimeier
Hier findet ihr von den Heimteams verfasst Spielberichte zu den Partien des Spieltags.
Ein Bericht liegt noch nicht vor.
Zum Rückrundenauftakt empfing der OTHC bei bestem Wetter den HC Essen. Beide Teams wollten gleich mit einem positiven Ergebnis starten und somit auch im Kampf um den Klassenerhalt früh ein Zeichnen an die Konkurrenz senden.
Das Spiel begann zunächst ausgeglichen und beide Teams tasteten sich etwas ab. Die beste Gelegenheit in der Anfangsphase hatten die Gäste mit einer kurzen Ecke, die sie jedoch nicht verwerten konnten. Dann gab es auf der Gegenseite die erste richtig gefährliche Aktion aus dem Spiel heraus. Über rechts kam Oberhausen vor das Essener Tor und am langen Pfosten stand Lukas Wagner goldrichtig und traf zum 1:0. Daraufhin hatte der OTHC zwar etwas Oberwasser, doch der HCE blieb gefährlich. So hatte kurz vor Ende des ersten Viertels ein Essener bei einem weiten Schlenzball zu viel Platz, konnte den Ball gut verarbeiten und mit einem sehenswerten Abschluss vom rechten, oberen Kreisrand den Ausgleich erzielen. Im zweiten Viertel kam dann nochmal mehr Dynamik ins Spiel, als erste Zeitstrafen verhängt wurden. Einer Essener gelben Karte folgten zwei grüne für Oberhausen. Doch letztere blieben davon unbeeindruckt, konterten und trafen per 7m in Unterzahl zur erneuten Führung. Nur kurz darauf belohnte sich das Team für die mutige Spielweise und traf nach einem schönen Linksangriff zum 3:1. Kurz vor der Pause fiel dann aber doch nochmal der Anschluss als bei einer Hereingabe am langen Pfosten ein Essener freistand.
Nach dem Seitenwechsel ging es nicht mehr ganz so turbulent zu, wobei sich Oberhausen weiter gute Chancen herausspielte und das vierte Tor redlich verdient gehabt hätte. Da sie ihre Chancen aber nicht nutzten, folgte stattdessen im letzten Spielabschnitt wieder eine stärkere Phase der Gäste. Der OTHC geriet mehrfach in Bedrängnis und konnte sich auch bei Keeper Sons bedanken, dass der Ausgleich noch nicht fiel. Doch sieben Minuten vor Schluss war dann auch er machtlos und Essen traf zum 3:3. Die Schlussphase war dann zunächst sehr hektisch, weil natürlich beide Teams jetzt auf Sieg spielten. Aber Oberhausen zeigte stärkere Nerven, fand zum schnörkellosen Offensivspiel zurück und profitierte auch von einer weiteren gelben Karte für Essen. So traf Leon Wilheim nach einem schönen Zuspiel nach vorne zum unterm Strich verdienten 4:3 Siegtreffer.
In einer lange Zeit chancenarmen Partie setzte sich Uhlenhorst am Ende mit 1:0 gegen Krefeld durch. Über die ersten drei Viertel hinweg neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten selten, da die Defensivreihen kompakt standen.
Erst im letzten Viertel wurde das Spiel deutlich lebhafter, beide Teams suchten nun vermehrt den Weg nach vorne und die Partie ging hin und her. Auch Krefeld erspielte sich gute Möglichkeiten und hätte durchaus in Führung gehen können, ließ diese jedoch ungenutzt.
Kurz vor Schluss bekam Uhlenhorst noch eine Strafecke zugesprochen und nutzte diese eiskalt zum entscheidenden 1:0. Für Krefeld blieb anschließend keine Zeit mehr, um zu antworten.
Nach holprigem Beginn und 0:1 Rückstand nach dem ersten Viertel dominierte der THC das Spiel. Zunächst konnte Lennart Hollweg nach kurzer Ecke ausgleichen. Wenig später erzielte Gerard Peeters nach einstudierter Kombination freistehend das 2:1. Noch vor der Pause folgte das 3:1 nach toller Eckenvariante noch vor der Halbzeit. Nach der Pause konnte Lennart Hollweg nach zwischenzeitlichem 3:2 durch Kahlenberg wieder auf 4:2 erhöhen. Es folgten 15 Minuten Unterzahl wegen dummer Gelbsperren für den THC. Chancen für den Gegner folgten dagegen nicht. Im Gegenteil konnte Flynn Stötzel fünf Minuten vor Ende mit seinem 5:2 das Spiel endgültig entscheiden.
Kader: Adler, Bieber, B. Engels, T. Engels, Esser, La. Hollweg, Le. Hollweg (2), Keller, Krone (1), J. Kühne, M. Kühne, Meinhardt, Oesterwind, Peeters (1), Pietrucha, Stötzel (1), F. Tenckhoff, L. Tenckhoff
Zum 1. Spiel der Rückrunde auf dem Feld empfingen wir den DHC 2. Die Partie begann ausgeglichen, und wir waren von Anfang an gut im Spiel. Defensiv standen wir zunächst kompakt und konnten zwei Ecken gut abwehren. Im weiteren Verlauf nutzte Düsseldorf seine Chancen jedoch konsequenter und ging im dritten Viertel mit einem 7. Meter in Führung. Danach wurde es für uns schwieriger, wieder Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Trotz großem Einsatz und einer eigenen kurzen Ecke mussten wir uns am Ende mit 0:4 geschlagen geben.
Zum Auftakt der Rückrunde in der Feldsaison absolvierte die Mannschaft des DSC99 ihr erstes Heimspiel gegen den HC Essen. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase diente die Partie als erster Gradmesser für den aktuellen Leistungsstand.
Die Gastgeberinnen fanden gut in die Begegnung und konnten sich im ersten Durchgang spielerische Vorteile erarbeiten. Folgerichtig fiel das 1:0 durch Pina Baumeister, mit dem es auch in die Halbzeitpause ging.
Im zweiten Abschnitt gelang es jedoch nicht, die Kontrolle über das Spiel in gleichem Maße aufrechtzuerhalten. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Essen den Druck, wodurch sich das Spielgeschehen ausgeglichener gestaltete. Johanna Künzer im Tor rettete zweimal nach starken Abschluß von HCE. In der Schlussphase musste die Mannschaft schließlich den Ausgleich hinnehmen, der nach einer kurzen Ecke in der letzten Minute fiel.
Insgesamt endete die Partie mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Die Begegnung verdeutlichte die Ausgeglichenheit der Liga, in der Spiele häufig eng verlaufen.
Eintracht Dortmund belohnt sich mit Heimsieg gegen den CHTC
Der TSC Eintracht Dortmund hat sich in einer umkämpften und über weite Strecken zähen Partie mit 1:0 gegen den Crefelder HTC durchgesetzt. In einem Spiel mit wenigen klaren Torchancen zeigte die Heimmannschaft genug Geduld.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der beide Teams um Kontrolle bemüht waren. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld und nur wenig Raum im letzten Viertel prägten das Geschehen. Beide Teams standen kompakt, arbeiteten aufmerksam gegen den Ball und ließen dem gegnerischen Team kaum klare Möglichkeiten.
Zusätzliche Unruhe kam im Verlauf der Partie durch mehrere Karten auf beiden Seiten ins Spiel.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng und umkämpft. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, ohne jedoch zunächst zwingend zu werden. In der 52.
Minute fiel dann das entscheidende Tor: Svea Lachnit nutzte ihre Chance zur Dortmunder Führung und schob den Ball zum 1:0 ins Tor.
In der Schlussphase verteidigte Eintracht Dortmund konzentriert und ließ den CHTC kaum noch gefährlich vor das Tor kommen. So brachten sie den knappen Vorsprung über die Zeit.
Auch ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf nach gerecht gewesen, am Ende steht aber der Heimsieg für Dortmund, das sich mit drei wichtigen Punkten belohnte.
"Insgesamt eine tolle kämpferische Leistung der personell geschwächten TSC-Damen, die spielerisch allerdings noch viel Luft nach oben zulässt." - Alex Roltsch (Trainer TSC Eintracht Dortmund)
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