Der Westdeutsche Hockey-Verband setzt ein starkes Zeichen für Inklusion im Sport: Mit Thorsten Steinmetz leitete erstmals ein Schiedsrichter mit geistiger Beeinträchtigung ein Regionalligaspiel im WHV-Spielbetrieb. Seine Premiere beim Spiel der weiblichen U14 zwischen dem HC SW Bonn und Schwarz-Weiß Köln war dabei weit mehr als ein persönlicher Erfolg – sie markiert einen wichtigen Meilenstein für den Hockeysport und das Unified-Schiedsrichterprogramm.
Hendrik Völker beim Umpires Development Programme der EHF
Unser Schiedsrichter Hendrik Völker war über das Osterwochenende im tschechischen Rakovník bei Prag im Rahmen des EuroHockey Umpire Development Programme (UDP), für das er als einer von acht Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern aus ganz Europa nominiert wurde, im Einsatz.
Am Ostersamstag fand im niederländischen ’s-Hertogenbosch das diesjährige EHL ID Final8 Turnier statt. Bei dem Turnier handelt es sich um ein internationales Specialhockey-Turnier mit insgesamt zehn Mannschaften aus England, Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden, welches im Rahmen der Hockey 11 EHL ausgetragen wird. Mit Christoph Adler (UM), Tom Adler (Volo), Thorsten Steinmetz (SR) und Dirk von Jeetze (SR) waren erneut mehrere Schiedsrichterkollegen aus dem WHV vertreten. Ergänzt wurde das Team aus Deutschland durch Fiona Weißert vom RPS, die ebenfalls aktiv an der Pfeife im Einsatz war. Alle Beteiligten engagieren sich im Unified-Schiedsrichterprogramm des DHB.
Bei der diesjährigen Feldhockey-Weltmeisterschaft vom 15.-30. August in den Niederlanden und Belgien, werden mit Sonja Schwede, Christian Deckenbrock, Ben Goentgen und Prof. Udo Rolle auch vier deutsche Offizielle den DHB repräsentieren.
Die Anreise erfolgte am Freitagabend. Im Hotel angekommen, stand direkt das gemeinsame Briefing auf dem Plan. Dabei werden organisatorische Punkte, die Spielansetzungen und generell wichtige Themen besprochen. Eine gute Gelegenheit, sich auf das Turnier einzustimmen. Besonders nett ist es immer wieder bekannte Gesichter zu sehen. Meine Kollegen kamen aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands, unter anderem aus Aachen, Chemnitz und Hamburg. Gerade der Austausch mit Schiedsrichtern aus anderen Landesverbänden ist immer sehr schön, weil man unterschiedliche Erlebnisse und Erfahrungen miteinander teilen kann.
Ich hab schon für DHB-Events ganz schöne Strecken auf mich genommen. Ob nach Hamburg, München, Ludwigsburg oder Tuttlingen und das Ganze natürlich auch mit den altbekannten Problemen die eine Anreise mit der deutschen Bahn immer entstehen können. Daher war es eine ganz schöne Abwechslung, dass die deutsche Meisterschaft der Mu16 dieses Jahr in Aachen stattfand, was für mich die kürzeste Anreise dieser Saison bedeutete.
Bei typischem Hamburger Wetter durfte ich als Schiedsrichter an der deutschen Jugendendrunde beim Klipper THC in der Altersklasse „weibliche U16“ teilnehmen. Nachdem die Anreise am Freitag unkompliziert vonstatten ging (Danke nochmal Toto), begaben wir uns für eine erste Platzsichtung in Richtung Klipper THC. Daraufhin war dann das Abendprogramm angesagt – alle vier Schiedsrichter, sowie unser Schiedsrichter-Koordinator Max Hildebrandt und DHB-Turnierleiter Toto Kramer haben sich das Bundesliga-Spiel zwischen dem „Club an der Alster“ und dem „UHC Hamburg“ angesehen. Einen S-Bahnhof-Döner später fanden wir uns dann im Hotel wieder, wo wir die Ansetzungen für den nächsten Tag, sowie organisatorische Fragen besprochen haben.
Im September traten beim Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia die Landessieger im Schulhockey gegeneinander an. Geleitet wurden die Spiele von 24 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern aus allen deutschen Landesverbänden. Der Westen wurde mannschaftsseitig vom Gymnasium Broich Mülheim a. d. Ruhr (weibliche U16) und vom Theodor-Fliedner-Gymnasium Düsseldorf (männliche U16) sowie schiedsrichterseitig von uns – Ole Neugebauer und Florentin Pathe – vertreten.
Vom 09. bis zum 17. August lief die Hockey-Europameisterschaft im Mönchengladbacher Hockeypark – und neben den Top-Teams Europas waren auch zahlreiche Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter aus dem Westdeutschen Hockey-Verband (WHV) vor Ort. Sie waren zwar nicht selbst im Einsatz auf dem Feld, nutzten aber die Gelegenheit, um internationale Spitzenpartien live zu verfolgen, Kolleginnen und Kollegen zu treffen und die Teams von der Tribüne aus zu unterstützen.